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Wiwo: Frequenz-Auktion der Bundesnetzagentur gerät zur Behörden-PosseDerzeitige Frequenz-Nutzer bangen um ihre Existenzgrundlage
Düsseldorf, 09.05.09-12:05 - Der Ausbau des schnellen Internets in Deutschland per Funk könnte zu erheblichen Problemen bei der TV-Übertragung per Kabel führen und den Betrieb drahtloser Mikrofone massiv stören. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, liegen die Funkfrequenzen, die der Bundesrat am kommenden Freitag für das drahtlose Internet freigeben will, in Bereichen, die für andere Branchen reserviert sind. In dem Frequenzband 790 bis 862 Megahertz senden bis 2015 auch drahtlose Mikrofone, die bei Konzerten, Sportveranstaltungen und TV-Shows im Einsatz sind. Die Umrüstung der in Deutschland betroffenen 630.000 Mikrofone würde weit mehr als eine Milliarde Euro kosten, rechnet der Verband für professionelle drahtlose Produktionstechnologie (APWPT) vor. Gestört wird aber auch das Kabelfernsehen, ergaben erste Tests, die das Institut für Rundfunktechnik in München durchgeführt hat. Zu Bildstörungen kommt es sogar dann, wenn nicht nur im selbem Raum, sondern auch beim Nachbarn ein Funkinternet-Gerät im Einsatz ist, heißt es.
Frequenz-Auktion der BNetzA wird zur Farce Endgültig zur Farce wird die für Ende 2009 von der Bundesnetzagentur geplante Auktion der Frequenzen, weil der Netzbetreiber Airdata aufgrund früherer Verträge Ansprüche anmeldet. Airdata-Chef Christian Irmler wirft der Bundesnetzagentur eine Verletzung der EU-Vorgaben vor und will „durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof“ klagen.
Airdata erwartet, dass kein Netzbetreiber Frequenzen mit dem Makel eines schwebenden Rechtsstreits ersteigert und dort teure Infrastruktur aufbaut. (GS) Nachricht eingestellt: 09.05.2009 - 12:33 HinweisSie sind nicht angemeldet. Daher steht Ihnen die Kommentar-Funktion momentan nicht zur Verfügung. Sollten Sie noch keine Login-Daten besitzen, so können Sie diese unter "registrieren" anfordern. Keine KommentareBisher noch keine Kommentare abgegeben.
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